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Wärmepumpe: Fortschrittlich, günstig und umweltbewusst Heizen

Guten Tag,

mein Name ist Dirk Daues und ich arbeite als Baufinanzierungsspezialist in der Geschäftsstelle Buxtehude der Volksbank Stade-Cuxhaven eG. Die Energiekrise hat uns fest im Griff: Russischer Angriffskrieg, explodierende Gaspreise sowie massive Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2. Höchste Zeit also, um sich noch intensiver über die Energiewende und umweltbewusstes Heizen Gedanken zu machen. Dabei führt eigentlich kein Weg an der Wärmepumpe vorbei.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Prinzipiell ist die Funktionsweise einer Wärmepumpe vergleichbar mit der eines Kühlschranks – nur genau umgekehrt: Statt Wärme nach außen zu leiten, generiert die Wärmepumpe bereits vorhandene Energie aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser und befördert diese in den Wohnraum.

Dieses Prinzip ist besonders umweltfreundlich und sorgt für Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas. Für den Betrieb ist in der Regel Strom notwendig. Erfolgt der Betrieb mit Ökostrom aus der eigenen Photovoltaikanlage, lässt sich sogar von CO2-Neutralität sprechen. Angesichts des Umstands, dass der Gebäudesektor in Deutschland für etwa 30 Prozent der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich ist, also ein echter „Gamechanger“!

Verschiedene Arten der Wärmepumpe

Aufgrund der verschiedenen Wärmequellen existieren auch unterschiedliche Arten von Wärmepumpen. Die Effizienz hängt von einem möglichst geringen Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizsystem ab. Insbesondere im Winter sind daher das Erdreich und Grund- sowie Abwasser effizientere Quellen. Die Beurteilung, welche Wärmepumpe für Sie in Frage kommt, ist allerdings immer individuell geprägt. Wichtige Parameter sind die örtlichen Gegebenheiten und der Wärmebedarf. Wärmepumpen sind grundsätzlich für Neu- und Altbau geeignet. Voraussetzung ist immer eine starke Wärmedämmung, ansonsten ist der Mehrwert gering. Sinnvoll ist der Einsatz von Wärmepumpen in Verbindung mit Flächenheizungen (z. B. Fußbodenheizung), da der Betrieb mit niedrigen Temperaturen erfolgen kann.

Am weitesten verbreitet in Deutschland ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das ist wenig verwunderlich, denn Luft ist als Wärmequelle am einfachsten zu erschließen und sie ist vergleichsweise simpel zu installieren. Experten empfehlen moderne Einfamilienhäuser und kleinere Gebäude als Einsatzort, da diese Variante preiswert ist und flexibel aufstellbar. Die Platzierung ist innerhalb und außerhalb des Gebäudes möglich und hat keine Auswirkungen auf die Effizienz. Bei niedriger Außentemperatur leidet jedoch die Wirtschaftlichkeit, da eine beträchtliche Temperaturdifferenz kompensiert werden muss. Vernachlässigen Sie nicht den tieffrequenten Schall dieser Anlage. Als Revanche für das Rasenmähen am Samstagmorgen sollten Sie somit davon absehen, das Gerät vor dem Schlafzimmer der Nachbarn zu platzieren. Ein Mindestabstand von etwa drei Metern ist einzuhalten.

Für größere Gebäude sind aufgrund ihrer Effizienz Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen empfehlenswert. Eine wirtschaftliche Sole-Wasser-Wärmepumpe macht sich die Erdwärme bis zu einer Tiefe von 1,50 Meter zunutze – daher eine unerschöpfliche Energiereserve. Hilfreich ist dabei die konstante Erdbodentemperatur. Die Wärmeaufnahme erfolgt über unterirdische Rohrleitungen. Dafür sind jedoch Bohrungen nötig. Bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe dient das Grundwasser als Wärmequelle. Es speichert dank der Sonne Wärme, was in Oberflächennähe zu einer konstanten Temperatur führt. Im Vorfeld muss ein Brunnen auf dem Grundstück angelegt werden, eine Genehmigung kann erforderlich sein. Sie sollten nicht in einem Wasserschutzgebiet wohnen.

Mehrwerte einer Wärmepumpe

Mit einer Wärmepumpe können Sie umweltbewusstes Heizen und niedrigere Heizkosten von bis zu 60 Prozent verbinden. Das Einsparpotenzial in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage kann mehrere tausend Euro jährlich betragen. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gehört der Vergangenheit an und die extremen Gaspreise können vernachlässigt werden. Die notwendigen Ressourcen stellt die Umwelt unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung – eine sinnvolle Gratismentalität! Die Wärmepumpe benötigt signifikant weniger Strom als eine Elektroheizung und kann unter bestimmten Umständen im Sommer auch zur Kühlung beitragen. Sie ist enorm langlebig, gilt als wartungsarm und verliert geringfügig bis gar nicht an Wirkungsgrad. Ein schöner Nebeneffekt ist die Wertsteigerung Ihrer Immobilie, da die Energieeffizienz immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Kosten und Fördermöglichkeiten

Den genannten Einsparungen im Betrieb stehen die einmaligen Anschaffungskosten gegenüber. Je nach Herkunft der Energie und lokalen individuellen Faktoren variiert die Summe. Beispielsweise beginnen die Kosten für Anschaffung, Erschließung und Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bei 28.000 Euro. Auf den ersten Blick eine beträchtliche Summe, doch Wärmepumpen können sich bei effizienter Planung bereits nach zehn bis 15 Jahren amortisieren. Zusätzlich helfen staatliche Förderungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wenn Sie Ihre fossile Heizung ersetzen möchten. Beherzigen Sie, dass Förderanträge vor der Umsetzung gestellt werden müssen.

Wenn ich nun Ihr Interesse daran geweckt habe, mithilfe einer Wärmepumpe umweltfreundlich, preiswert und fortschrittlich zu heizen, dann melden Sie sich gerne bei mir oder meinen Kolleginnen und Kollegen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Viele Grüße,

Dirk Daues

Baufinanzierungsspezialist der Volksbank Stade-Cuxhaven eG

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