Renovierungskosten – womit muss man rechnen?

Guten Tag,

Jan Hartmann - Baufinanzierungsspezialist - Renovierungskosten

mein Name ist Jan Hartmann, ich bin als Baufinanzierungsspezialist in der Filiale Stade bei der Volksbank Stade-Cuxhaven tätig.

Im Rahmen unserer täglichen Beratungen stellen wir aktuell nicht nur eine steigende Nachfrage nach attraktiven Neubaugebieten fest. Auch „gebrauchte“ Immobilien erfreuen sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Für Häuser und Wohnungen, die schon seit mehreren Jahren oder Jahrzehnten existieren, sprechen tatsächlich einige Argumente. Einerseits muss man üblicherweise nicht so lange mit dem Bezug warten, die Bandbreite der möglichen Verzögerungen stellt sich im Vergleich mit einem Neubau inklusive Erschließung des Wohngebietes relativ überschaubar dar. Weiterhin kann man bei Hinzuziehung eines fachlich versierten Gutachters einigermaßen sicher sein, ein Objekt zu erwerben, das seine Funktionsfähigkeit und Bewohnbarkeit bereits ausgiebig bewiesen hat. Ein nicht zu unterschätzender Punkt sind auch die möglichen Eigenleistungen als Einsparpotential, um die Immobilie zu renovieren, zu sanieren oder nur gemäß den eigenen Vorstellungen zu individualisieren. Aber auch als Besitzer einer Immobilie muss man sich in bestimmten Abständen mit dem Thema Renovierung beschäftigen, um den Wert mindestens zu erhalten oder sogar zu erhöhen.

Profis engagieren oder selber machen?

Vieles kann man zweifellos selber erledigen, einige Arbeiten (Elektro, Heizung, Sanitär) sollte man aber schon aus Sicherheitsgründen ausschließlich den Profis überlassen. Konzentrieren wir uns daher auf die Maßnahmen, die man mit ein wenig Geschick auch selbst durchführen kann. Damit Sie sich in Bezug auf die anstehenden Renovierungskosten nicht verkalkulieren, möchte ich Ihnen ein paar Tipps und grobe Richtwerte geben.

Repräsentatives Beispiel

Die Darstellung der Zinsentwicklung basiert auf den tatsächlichen und tagesaktuellen Konditionen der Volksbank Stade-Cuxhaven eG und Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Es handelt sich hier nicht um einen verbindlichen Finanzierungsvorschlag.

Streichen und Tapezieren

Grundsätzlich kann man „normal“ geschnittene Räume mit guter Vorbereitung und vernünftigem Material und Werkzeug selbst tapezieren und/oder streichen. Tapeten kosten je nach Ausführung und Qualität zwischen 0,20 Euro und 2,00 Euro pro Quadratmeter. Bestimmte Tapetensorten müssen zusätzlich gestrichen werden, hier kommt dann auch noch die Farbe hinzu. Für vernünftige Wandfarbe sollten Sie nicht unter 0,60 Euro pro Quadratmeter ausgeben, die ganz billigen Sorten decken oft nicht sofort, hier relativiert sich wieder der Preis – aber auch der Aufwand. Jede zusätzliche Komplettstreichung beansprucht je nach Raumgröße Ihre wertvolle Zeit, die dann für andere Aufgaben fehlt.

Sind die Wände ungewöhnlich geschnitten, gibt es sehr hohe Decken, die man auch mit einer ordentlichen Verlängerung nicht mehr erreicht oder benötigt der Untergrund eine umfangreiche Vorbereitung, sollten Sie sich hingegen an einen Profi wenden. Geht man auf Löcher, Risse oder sogar Schimmelstellen in der Wand nicht sorgfältig und professionell ein und streicht einfach nur „drüber“, können unangenehme Folgeschäden entstehen, die im schlimmsten Fall auch Ihre Gesundheit gefährden können. Die Kosten für einen Maler variieren leider in Bezug auf den zu behandelnden Untergrund und dem Einsatzort so stark, dass ich Ihnen hier keine verlässlichen Richtwerte mitteilen kann.

Fliesen

Etwas mehr handwerkliches Geschick benötigt man, wenn man Boden- oder Wandflächen selbst mit Fliesen bestücken möchte. Hier ist eine sorgfältige Planung extrem wichtig, denn gerade bei Fliesen sieht man später Fehler bei der Flächenbetrachtung sofort. Je nach Qualität müssen Sie pro Quadratmeter mit Materialkosten zwischen 20 und 40 Euro rechnen, hinzu kommt noch der Fliesenkleber und eventuell Ausgleichsmasse für den Untergrund. Leihen oder kaufen Sie sich unbedingt eine professionelle Fliesenschneidemaschine, diese spart enorm Zeit und Verschnitt, das Ergebnis verbessert sich auch ungemein. Wie auch beim Streichen und Tapezieren sollten Sie Profis hinzuziehen, wenn es um sehr kleinteilige Arbeiten geht, die Raumaufteilung sehr anspruchsvoll ist oder der Untergrund umfassend vorbereitet oder sogar in erheblichem Maße ausgeglichen werden muss. Wenn Sie sich mit der Idee beschäftigen, Ihre Immobilie mit teuren und großen Granitplatten aufzuwerten, stoßen unserer Erfahrung nach selbst erfahrene Do-It-Yourself-Fans schnell an ihre Grenzen. Die Kosten für die professionelle Verlegung von „normalen“ Fliesen ohne aufwendige Vorbereitungsarbeiten bewegen sich im Bereich von 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Hier kommen dann noch die Materialkosten hinzu.

Fazit

Einfache Arbeiten kann man gut selbst ausführen, für komplizierte oder anspruchsvolle Maßnahmen sollten Sie lieber auf einen Profi zurückgreifen. Bedenken Sie auch, dass manche Kosten auch von der Steuer abgesetzt werden können und so Ihren Geldbeutel weniger belasten als befürchtet.

Für weitergehende Fragen stehen meine Kolleginnen, Kollegen und ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung!

Viele Grüße,
Jan Hartmann

Jan Hartmann Baufinanzierungsspezialist Stade0 41 41 / 939-311jan.hartmann@vobaeg.de Termin direkt online vereinbaren

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